Anders

Innovationen, Widerstände, Übergänge

Die öffentlich-rechtliche Echokammer unserer Demokratie (und was das Internet damit zu tun hat)

Der WDR-Chefredakteur Jörg Schönenborn hat vor ein paar Tagen im Blog der ARD seine Überzeugung für ein öffentlich-rechtliches Rundfunksystem dargelegt. Er fand viele passenden Worte, aber in den Ohren des digital-enhanced Mob blieben vor allem hängen: “Demokratieabgabe” und seine deutliche Reaktion auf das Wort “UnGEZiefer”. Das sollte nicht so bleiben.

Diejenigen, die den digitalen Wandel beobachten, kennen das Argument, dass die etablierte Existenz einer Medienform ein Garant für die Demokratie sei. Viele haben dieses im Kampf um das Leistungsschutzrecht von den Verlegern eingesetzte Argument zerlegt, stellvertretend seien hier Stefan Niggemeier und Wolfgang Blau genannt. Und es war richtig dies zu tun. Es ist die Aufgabe derjenigen, die disruptiven Medienwandel konstruktiv begleiten und betreiben, den Altvorderen dies genauso vorzuwerfen und zu widerlegen.

Dennoch kann Verständnis aufkommen, wenn realisiert wird, dass viele Bürger den öffentlich-rechtlichen Rundfunk über all die Jahrzehnte durchaus als wichtiges Element der Entwicklung der deutschen Demokratie erlebt haben. Sei es, weil dort ein Ort für kritische Journalisten, Dokumentarfilmer und Moderatoren zu finden war, sei es, weil die teilweise biederen Programme, die Tag für Tag über Millionen Bildschirme in ebenso biedere Wohnzimmer strahlten, denjenigen Antrieb gaben, Widerstand dagegen zu entwickeln und es anders zu machen. Internet-erfahrene Kritiker am öffentlich-rechtlichen System sollten nie so arrogant sein, diese historische Bedeutung in der prä-digitalen Epoche zu ignorieren.

Das Ende der Betäubung

Das öffentlich-rechtliche Programm sollte die Gesellschaft nicht nur widerspiegeln, sondern auch anregen. Das ist eine logische Quintessenz aus dem Auftrag für Information, Bildung und Unterhaltung. Es ist eingehend zu prüfen, ob dieser Auftrag noch zeitgemäß wahr genommen wird.

Die Diskussion, die sich um das Wesen der Tagesschau zu ihrem 60jährigen Bestehen kürzlich ergab, zeigt, dass es neue oder erneuerte Anspruchshaltungen an das Öffentlich-Rechtliche gibt. Diese sollten sich aber nicht auf eine einzelne Sendung anlässlich ihres Jubiläums beschränken, sondern müssen nachhaltig und konstruktiv entwickelt werden.

Das die bestehende Struktur, die für diese Weiterentwicklung eigentlich zuständig sein soll hier versagt, hat Niggemeier mit aktuellen Beispielen in seinem Text  “Die Schimäre von der Informationsoffensive” aufgezeigt. Auch der Artikel “Aus der Schaum” (Spiegel 50/12 S.160-167) zeigt, dass wir an einem Punkt angekommen sind, der ein Nachdenken über und das Gestalten von Neuem auf breiter Basis dringend notwendig macht.

Wir alle sind Eigentümer ohne Einfluss

Auch wenn wir froh sein können, dass in einigen öffentlich-rechtlichen Nischen noch die prä-neoliberale Kultur der 70er und 80er Jahren als Struktur erhalten geblieben ist, steht der öffentlich-rechtliche Rundfunk in einer derart radikal gewandelten Öffentlichkeit, dass seine Legitimation als demokratieförderndes Medium ernsthaft neu geprüft werden muss, wie Thierry Chervel uns in seinem lesenswerten Artikel “Sendeschluß” deutlich macht.

Wo sind die respektvollen aber deutlichen Diskussionsvorschläge für ein alternatives Mediensystem, wie es noch Hanno Beck im alten Carta von Robin ausformuliert vorgeschlagen hat? “1% der GEZ für Blogger” ist der verkürzte Slogan, hinter dem viel mehr steckt, nämlich die Frage wie aus den öffentlich-rechtlichen Anstalten ein öffentlich-rechtliches Medium werden kann, das diesen Namen im 21. Jahrhundert verdient.

Liest man das aktuelle epd-Interview mit dem Publizisten und erfahrenen Medienforscher Lutz Hachmeister, kann man nur zum Weinen anfangen, wenn man versteht, mit welcher politischen Inkonsequenz und Hydra die Medienregulierung versagt. Die “Micky-Maus-Rundfunkpolitik der Bundesländer” und die generelle Weigerung der Politik sich der Konvergenz der Medien auch mit einer Konvergenz der Medienpolitik zu stellen, ist nicht länger hinnehmbar.

„Was senden wir eigentlich – und wollen wir das so?“

Diese Frage wurde nicht beantwortet auf der kürzlich stattgefundenen Klausur der ARD-Chefs und ihrer Programmmacher – sie wurde nicht mal richtig gestellt! Wir, die digital aktiven Zuschauer (Zuhörer, Mitmacher, “Prosumenten”), können und sollten allerdings Antworten darauf finden. Konstruktive. Dass Markus Lanz eine leere Plastiktüte ist, über die sich jeden Tag mit Hashtag aufzuregen nichts bringt, hat sich ja langsam rumgesprochen. Was aber jetzt konkret zu tun ist, traut sich irgendwie keiner mal konzertiert zu eruieren. Dabei haben wir doch soviel schöne Tools, um aus Ideen und Meinungen gemeinsame Konzepte wachsen zu lassen…

Die Programmverantwortlichen ahnen und einige wünschen sich insgeheim auch mehr fundierte und gestalten-wollende Kritik, die auf breiter Basis steht. Mit Christian Ulmen, Olli Dittrich, Ashwin Raman und vielen anderen Medienmachern stehen auch bekannte Köpfe bereit, die diesen Aufruf zum Wandel sicher mittragen würden. Auch WDR-Chefredakteur Schönenborn ahnt, dass die Dinge sich ändern müssen, wenn er in seinem Blogpost schreibt:

“Wir werden mehr Rechenschaft ablegen müssen darüber, wie wir mit unserem Geld umgehen. Und wir werden weniger leichtfertig die Information einfach ausfallen lassen können, weil der Sport gerade gute Quoten verspricht.”

“Jüngere im Fernsehen für klassische Politik zu interessieren, ist eine Aufgabe, an der wir oft scheitern. […] Ich glaube, das hat vor allem mit unserem Politik-Begriff zu tun […] So gesehen hat die Tagesschau einen ziemlich alten Politikbegriff, den wir überprüfen müssen. Und zwar deshalb, weil uns die Demokratie-Abgabe noch mehr als bisher verpflichtet, politische Berichterstattung für alle zu machen.”

ARD, ZDF und WerWir? - Es wird keine einfache Operation, den Patienten ÖRR im laufenden Betrieb von seinen Auswüchsen zu befreien und gleichzeitig ein geistiges Fitnessprogramm zu initiieren – aber es muss getan werden. Es wäre ein Beweis neuer Zuverlässigkeit für die digitale Schwarmintelligenz hier einen entscheidenden Beitrag zu liefern. Das billige Gegröle auf Facebook oder Websites wie gez-abschaffen.de oder online-boykott.de, begleitet von der immer bereitwillig dem digitalen Pöbel zur Seite springenden Springer-Presse sollte nicht für die Möglichkeiten stehen, die das Web als Netzwerk der Denkenden zustande bringt.

Wir sollten 2013, das Jahr der Einführung des Rundfunkbeitrages, nutzen, uns als Öffentlichkeit den Diskurs um einen öffentlich-rechtlichen Rundfunk des 21. Jahrhunderts anzueignen. Es ist nicht nur unser Geld, das dort eingesetzt wird, es ist nicht nur unsere Zeit, die wir bis jetzt damit verbrachten, uns konsequenzlos aufzuregen – es ist auch unsere Verantwortung, hier den Strukturwandel zu gestalten und einzufordern. Ein offenes Web braucht auch offene öffentlich-rechtliche Medienstrukturen – und deswegen will ich Johnny Haeuslers Aufruf zur Rückeroberung des Webs erweitern und sage: Wir müssen uns unsere Medien zurückerobern.

……

Disclosure: Ich bin Fellow am Institut für Medien- und Kommunikationspolitik, welches vom im Text erwähnten Lutz Hachmeister gegründet wurde und geleitet wird.

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18 Kommentare zu “Die öffentlich-rechtliche Echokammer unserer Demokratie (und was das Internet damit zu tun hat)

  1. Uwe Prink
    02/01/2013

    Lieber Verfasser des oben stehenden Artikels, nach wilden WG-Jahren bin ich aus ideologischen Gründen GEZ-Zahler geworden. Als ich bemerkte, was für eine Gefahr in den aufkommenden Privatsendern liegt, habe ich diesen Beitrag gern entrichtet. Ich bin auch noch in den Zeiten groß geworden, als es viele kritische Journalisten in den öffentlich-rechtlichen Sendern gab.
    Anfangs war ich zwar verärgert über die zunehmenden Nivellierungstendenzen, die von den öffentlich-rechtlichen Sendern immer mit Quoten, Marktdruck etc. versucht wurden rechtzufertigen, heute bin ich mehr als das, nämlich wütend darüber, was auf diesen Kanälen gesendet wird. Weiterhin, was in den letzten Jahren passiert ist, z. B. die Absetzung des ZDF-Chefredakteurs Klaus Bresser und die immer weiter fortschreitende Umbesetzung der Redaktionen mit Abnickern. Ich stimme mit Ihnen überein, dass gut recherchierte Berichterstattung Geld kostet und zahle auch dafür. Aber dieses Programm ist dessen nicht würdig. Der Auftrag Information und Bildung wird nicht mehr erfüllt. Selbst die Unterhaltungsprogramme sind größtenteils eher zum Weinen.
    Wenn dann ein Herr Schönenborn von einer Demokratieabgabe spricht, ist das ein Schlag ins Gesicht für mich. Nein, so geht es nicht. Ich neige manchmal auch dazu, aus dem Bauch heraus zu reagieren und ärgere mich später darüber, wenn ich dann mit Verlaub gesagt von “unreflektierten Idiotenmeckerern” beklatscht werde. In diesen Topf möchte ich nicht gesteckt werden. Ich bin für Handlungsvorschläge offen. Ich bin zwar des Schreibens mächtig (ich habe zwei Romane veröffentlicht), aber, wie Profis unschwer bemerken werden, nicht journalistisch tätig. Nur ein Bürger, der sich nicht für dumm verkaufen lässt und zugegebenermaßen, gern schreibt.

  2. Pingback: Treffen der LAG Netzpolitik mit Hagen Brandstäter (RBB) zur Haushaltsabgabe | Logbuch des Isarmatrosen

  3. hape kraus
    03/01/2013

    “Das billige Gegröle auf Facebook oder Websites wie gez-abschaffen.de oder online-boykott.de”
    Als Mitglied des grölenden Pöbels im Forum von online-boykott.de bedanke ich mich für die Abqualifizierung. Was Sie übersehen haben, ist, dass dort eine der wenigen Anlaufstellen existiert für Leute, die sich gegen diesen Rundfunkbeitrag wehren wollen und diese dort auch sachliche Informationen zu Ihren Fragen bekommen. Allerdings stimmt es: Während vornehme Leute nun langsam anfangen, Diskurse zu pflegen, um darüber nachzudenken, das Verwaltungsfernsehen zu reformieren, geht dort den meisten das öff-r TV am Allerwertesten vorbei. Da schließe ich mich ausdrücklich ein. Ich habe kein TV-Gerät, möchte auch keins geschenkt haben und bin völlig unsolidarisch gegenüber Couch Potatoes. Wie unwichtig Fernsehen ist, egal ob privat oder öff-r, merkt man aber wahrscheinlich erst, wenn man es nicht mehr guckt.

    • Jens Best
      03/01/2013

      Selbst die Basisinformationen (z.B. über die “Grundversorgung”) auf online-boykott.de sind tendenziöse Stimmungsmache und oftmals schlichtweg falsch. Diese Website dient nicht der Aufklärung, sondern der einseitigen Bestätigung von Vorurteilen.

      Ihre pauschale Verurteilung des Mediums Fernsehens können sie sich gerne als “Meinung” leisten, eine Gesellschaft kann aber nicht ignorieren, dass existente Wege der Massenkommunikation und Information, dem reinen Wettbewerb überlassen, nicht im optimalen Sinne den demokratischen Voraussetzungen und Ansprüchen einer Gesellschaft gerecht werden. Gleiches gilt natürlich auch für die ebenso finanzierten Medien Radio und Internet, die sie hier völlig weggelassen haben.

      • hape kraus
        03/01/2013

        Ich hatte darauf hingewiesen, dass man im Forum sachliche Informationen zum Thema Klage gegen den Rundfunkbeitrag bekommt. Ihre Antwort ist, irgendwo auf online-boykott stehen falsche Informationen zur Grundversorgung. Wir reden also aneinander vorbei. Das muss nicht so bleiben, also gehe ich auf Ihr nachfolgendes Statement ein: Die Bekämpfung des Rundfunkbeitrags als Nichtfernsehbesitzer ist keine Entweder-oder-Angelegenheit, heißt, ist der Rundfunkbeitrag verfassungswidrig (was ja nur meine Argumentation sein kann), hat das nicht die Abschaffung öff-r Sender zur Folge, führt also auch nicht zur Entlassung des Rundfunks in den sogenannten freien Markt. Diese von Ihnen vorgeführte Alternativsetzung könnte man auch als tendenziöse Stimmungsmache bezeichnen. Außerdem entnehme ich Ihrem Statement, vielleicht ist es aber auch nur unglücklich formuliert oder ich hab’s falsch verstanden, dass Sie das Internet nicht dem “reinen Wettbewerb” überlassen wollen, sondern auch hier eine öffentlich-rechtliche Komponente für notwendig halten. Das hat etwas von Entmündigung. Schließlich ist das Internet das Medium, das jedem ohne größere Investitionen Zugang zur Öffentlichkeit verschafft. Wenn dieses freiste aller Medien tatsächlich nicht funktioniert im Sinne einer demokratischen Gesellschaft, dann sind wir als Bürger wohl zu doof für die Demokratie und die Entmündigung unsere gerechte Strafe.

      • Jens Best
        03/01/2013

        Auf ihren zweiten Einwurf will ich höflich kurz antworten:

        Mein Beispiel mit der falschen Beschreibung der Grundversorgung war nur eines von vielen. Die gesamte Website online-boykott.de trieft vor Unsachlichkeit, Vorurteilen und Einseitigkeit. Sie dient nur einem Zweck: Propaganda für die Abschaffung des öffentlich-rechtlichen zu betreiben.

        Und da sie mit abstruser Argumentation in ihrem zweiten Kommentar auch gleich Entmündigung unterstellen, wenn ich lediglich darauf hinweise, dass der freie Markt kein Garant für optimale demokratische Kommunikationszustände ist – dann erachte ich weiteren Austausch von “Meinungen” als hinfällig.

        Sie möchten nämlich, schliesse ich aus ihrer Blindheit gegenüber der Desinformation auf gewissen Websites, nicht diskutieren, um ggf. vom Gegenteil ihrer aktuellen Meinung überzeugt zu werden, sondern sie wollen einfach nur “recht haben”. Allein schon ihre völlig überzogene fatalistische Haltung zum Schluss, also falls die Realität nicht so sei, wie sie es sehen, zeigt, dass ein weiterer Austausch mit ihnen aktuell zu wenig führen wird.

      • hape kraus
        03/01/2013

        Darf ich noch was sagen? Sie haben Recht: Diskussionen mit mir sind sinnlos, wenn es darum geht meine Überzeugung umzustoßen: Ich habe kein TV und will dafür nicht zahlen. Da gibt es nichts umzustoßen, sondern nur vor Gericht zu gewinnen oder zu verlieren. Auf alles Andere mögen Sie nicht eingehen, weil ich zu aggressiv schreibe. OK. Letzter Hinweis: Es gibt auch andere Seiten wie z.B. natuerlich-klag-ich.de, die nicht zum Mob gehören und sich sachlich, wenn auch “einseitig”, mit dem Rundfunkbeitrag auseinandersetzen. Wenn Sie über Refomen des öff-r Rundfunks diskutieren wollen, sollten sie den Beitrag nicht als gegeben annehmen und die Ungereimtheiten dieses Konstrukts als Kollateralschäden übergehen. Denn in ihm spiegeln sich die Annahmen, Irrungen und Wirrungen der aktuellen Medienpolitik wieder. Und gegen diese Annahmen existiert ein Widerstand, der sich nicht mit Hinweis auf pöbelhafte Methoden ignorieren lässt. Und jetzt halt ich die Klappe: Versprochen.

      • Jens Best
        03/01/2013

        Ich denke in meinem Posting ist deutlich geworden, dass ich den Öffentlich-Rechtlichen Rundfunk in wesentlichen Punkten für modernisierungsbedürftig halte.

        Auch respektiere ich ihre Haltung kein Fernsehen zu schauen. Hoffentlich gehen sie dann auch nicht ins Kino (wo Filme gespielt werden, deren Produzenten noch die Fernsehrechte in der Verwertungskette einkalkulieren) oder schauen online keine Dokumentationen, Serien u.ä., die ursprünglich für TV produziert wurden.

        Des weiteren bin ich sicher, dass ihre gerichtlichen Klagen ein weiterer Bestandteil (wenn auch nicht der produktivste) sein werden, um ein neues öffentlich-rechtliches Medium entstehen zu lassen.

  4. Danke für die differenzierte Betrachtung!

  5. hinterwald
    03/01/2013

    >> Aber dieses Programm ist dessen nicht würdig

    ich mache es mir da ganz einfach – ich suche mir halt aus, was “würdig” ist geguckt zu werden und ärgere mich höchstens darüber, daß de kongeniale reihe von fischerau (gewaltfrieden, konterrevolution, machtergreifung und reichsgründung) bislang in br alpha, b3, seit gestern in 3 sat … aber eben bislang nicht in der ard lief.

    einfach mal reingucken, das versöhnt für jahre – harry graf kessler als person, um die sich die geschichte entspinnt und vor allem: jede menge fröhlich anarchischer witz.

    ard & zdf machen wahrscheinlich per se nur noch programme für die altersheime. aber auch da: es gibt ja noch das wortradio.

    ansonsten: zustimmung.

  6. opalkatze
    03/01/2013

    Demokratieabgabe. Musse auch erssma drauf kommen. [Waah, ist mir schlecht.]

  7. Uwe Prink
    04/01/2013

    Auf die Beiträge zwischen Best und Kraus muss ich noch einmal etwas absondern. Ich stimme mit Best überein, dass es wichtig ist, einen öffentlich-rechtlichen Bereich in den Medien zu haben, der seinen Namen verdient. Heute ist das leider nicht mehr so und wie man das ändern kann, weiß ich nicht. Vieles ist verfilzt und nach Proporz besetzt. Wenn es um politische Talkshows und sonstige Politshows geht, schalten sich die Moderatoren immer dann ein, wenn es interessant wird und jemand Tacheles redet.
    Zum Punkt der Gebühr: Ich bin gegen eine Zwangsabgabe, wenn jemand keinen Fernseher hat. Jeder sollte nach seiner Fasson selig werden. Ich sehe das Problem der Überprüfung. Der Aufwand ist zu hoch, deshalb kann ich aber eine Zwangsabgabe nicht rechtfertigen. Und das dann Demokratieabgabe zu nennen ist reinstes Neusprech.

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  12. michaellohmann
    11/01/2013

    Ich finde den Anstoß, sich zu organisieren, gar nicht so verkehrt. Gut, ich schaue selber kein Fernsehen (nein, auch online nicht). Das liegt eben auch an der für meinen Geschmack mangelnden Qualität des TV-Angebots. Aber Sie haben recht, dass es wohl kaum etwas ändert, wenn man seitenweise Häme über Jauch, Will oder Maischberger blogt oder wenn man dort messerscharf die Schwachstellen dieser Sendungen filetiert. So nimmt das niemand zur Kenntnis. Deshalb finde ich die Anregung, auch faktisch etwas zu unternehmen, gar nicht so schlecht. Allerdings bin ich kein Online-Politiker und daher kein Kenner der Tools, mit denen man außerhalb eines blogs irgendetwas bewegen kann. Insofern würde ich mich freuen über die eine oder andere Anregung.

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Dieser Eintrag wurde veröffentlicht am 02/01/2013 von in Übergänge, Journalismus, Kultur, Widerstände.

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